Mozart in Elsbethen

Tradition in Silber-Blau: Das süße Geheimnis von Elsbethen

 Wer an Wolfgang Amadeus Mozart denkt, verbindet das auch unweigerlich mit Salzburg. Und wer an Salzburg denkt, dem kommt auch ganz bestimmt die berühmte Mozartkugel in den Sinn. Die Salzburger Altstadt war die Bühne des Genies, doch Elsbethen – eines der acht Salzburger Stadtdörfer im Süden der Stadt Salzburg – schrieb eine kleine kulinarische Erfolgsgeschichte: Die Konditorei Fürst, ein traditioneller und gleichzeitig sehr moderner Familienbetrieb, hat hier ihre Produktionsstätte, in der die Salzburger Mozartkugel entsteht. Doch wieviel hat „Wolferl“ tatsächlich mit der Mozartkugel zu tun? 

Was macht die Salzburger Mozartkugel einzigartig?

Seit über 130 Jahren macht die Konditorei Fürst bei der Mozartkugel keine Kompromisse: Jedes Stück ist bis heute echte Handarbeit. Nach dem Rezept des Erfinders Paul Fürst wird die Kugel aus Pistazien-Marzipan und Haselnuss-Nougat auf ein kleines Holzstäbchen gesteckt und von Hand in dunkle Schokolade getaucht. Wenn das Stäbchen herausgezogen wird, bleibt ein kleines Loch zurück, das zum Schluss mit einem Tupfer Schokolade versiegelt wird. So wird jede Kugel zu einem echten Unikat.  

Auf künstliche Zusätze wird komplett verzichtet und weil die Qualität stimmen muss, gibt es die süßen silber-blauen Kugeln auch nicht im Supermarkt. Wer sie probieren möchte, bekommt sie ausschließlich an den fünf eigenen Standorten in der Salzburger Altstadt, direkt in der Manufaktur in Elsbethen oder im eigenen Onlineshop.  

www.original-mozartkugel.com 

Wieviel von dem süßen Konfekt hat Mozart selbst gegessen?

Ein grüner Pistazien-Marzipan-Kern, umgeben von einer Schicht feinstem Nuss-Nougat, umhüllt von dunkler Schokolade – das ist die Salzburger Mozartkugel, die in Elsbethen produziert wird. „Erfunden“ wurde sie anscheinend erst im Jahr 1890, fast ein Jahrhundert nach Mozart´s Tod im Jahr 1791. Fakt ist also, dass das Genie zu seinen Lebzeiten gar keine Mozartkugeln gegessen haben kann.  

Der Salzburger Konditormeister Paul Fürst kreierte diese „süße Verführung“ damals für die Internationale Gewerbeausstellung, damals ursprünglich als „Mozart-Bonbon“ bezeichnet – schon damals ein genialer Schachzug, den Namen Mozarts als Marke zu nutzen.  

Ausgezeichnete „Kugel“

Der große Coup gelang 1905 in Paris: Bei der internationalen Ausstellung wurde Paul Fürst für seine bahnbrechende Erfindung, die Mozartkugel, mit dem Ehrenkreuz – dem begehrten Diplôme d’Honneur samt Medaille – ausgezeichnet. Die Fachwelt feierte vor allem die neuartige Herstellungsmethode, bei der die Pralinen am Stäbchen getunkt wurden, um eine makellos runde Kugel ohne störenden Sockel zu formen. 

Doch nicht nur in der Backstube, auch technisch war man der Zeit voraus. Bereits um 1900 lief die Produktion modern via „Motorenbetrieb“. Ab 1902 war die Konditorei unter der herrlich unkomplizierten Telefonnummer „272“ erreichbar. Ein stolzes Statement, das sich damals auch auf dem Briefpapier des Hauses wiederfand: Dort zierten die Pariser Auszeichnungen und der selbstbewusste Hinweis auf den „Elektrischen Betrieb“ den geschäftlichen Auftritt. 

Das Traditionshaus Fürst ist aber mehr als die Mozartkugel

Im Hause Fürst wird die klassische österreichische Kaffeehaustradition gelebt. In den Cafés am Alten Markt und am Mirabellplatz stehen traditionelle, frisch zubereitete Mehlspeisen im Mittelpunkt – von Klassikern wie Sachertorte, Esterházytorte, Dobostorte und Cremeschnitten über Pariser Spitz bis hin zum Apfelstrudel. Das Sortiment wechselt zum Teil saisonal, wobei konsequent auf künstliche Konservierungsstoffe und Palmöl verzichtet wird. Im Sommer wird das Angebot zudem durch hausgemachte Eisbecher ergänzt. 

Unsere Tipps für eine kleine Auszeit in Elsbethen

Wer nach dem geschäftigen Mozart-Kult in der Altstadt die Ruhe im Grünen sucht, findet nur einen Katzensprung südlich in Elsbethen den perfekten Rückzugsort: 

Weitere Anekdoten zu Wolfgang Amadeus Mozart gibt es auch in den anderen sieben Salzburger Stadtdörfern Anthering, Elixhausen, Eugendorf, Grödig, Großgmain, Hallwang und Wals-Siezenheim.